Selfmade: #Mastodon – Wenn du mit Twitter unzufrieden bist

Bildschirmfoto 2017-04-06 um 12.37.56Seit gestern geht im Netz die Post ab. Warum diesmal? Weil Twitter angeblich Konkurrenz bekommt. Wieso und von wem? Ein begeisterter Twitter-Nutzer war irgendwann immer unzufriedener und statt zu jammern, entwickelte er eine Alternative.

Für mich ist das ein Grund zum spontanen Bloggen, denn allein schon die Tatsache, dass ein junger (deutscher) Entwickler etwas auf die Beine stellt, das so großen Zulauf bekommt, ist nennenswert. „Nicht reden, machen!“, heißt es doch überall. Aber nur wenige halten sich tatsächlich daran. Insofern: Hut ab, junger Mann, bis dahin ist´s schon mal cool!

Nun muss ich zugeben, dass Twitter mein Liebling unter allen Social-Media-Kanälen ist. Trotzdem sehe ich da keinen Widerspruch, sondern verstehe, dass Leute nach Alternativen suchen. Und Konkurrenz kann sich durchaus positiv auswirken. Da ich selbst (leider) noch nicht zu den Nutzern von Mastodon zähle, kann ich noch nicht aus der entsprechenden User-Perspektive berichten. Denn „mastodon.social platzt derzeit nämlich aus allen Nähten, so dass dort aktuell keine Anmeldungen möglich sind“. (Mobilegeeks)

Dennoch möchte ich euch auf dem Laufenden halten und verweise daher auf einige interessante Artikel zu dem Thema:

Nachtrag

https://octodon.social/@alexandraBin jetzt doch dabei, habe mich nämlich über Octodon angemeldet. Jetzt kann ich schon mal verraten, dass die dezentrale Struktur des Netzwerks gewöhnungsbedürftig für mich ist. (Man findet dort nicht so einfach Kontakte, wie auf Twitter & Co.) Doch es ist schon einiges los in dem Netzwerk. Cat Content inklusive. Bin gespannt, wie sich das entwickelt.

 

 

Emoji-Wahn: Wörter waren gestern

Glaubt Ihr, es wird mal ein Online-Magazin ohne Worte geben?  Blogger, die nur mit Symbolen arbeiten? Ganz ohne Buchstaben? Irre Vorstellung und daher nicht auszuschließen. Linguisten sind sich in der Frage, ob Emojis eine positive oder negative Auswirkung auf die Kommunikation haben und eventuell sogar eine neue Sprache daraus entstehen wird, uneinig.*

Emoticons kennen wir schon lange, doch seit sämtliche Massanger immer mehr Emojis anbieten, gewinnt das Thema an Bedeutung. Wenn man sie gerade mal nicht sieht, hört man jemanden darüber sprechen. Und jeder hat Vorschläge für neue Emojis. Ihr glaubt mir nicht? Dann schaut mal:

Carolin Kebekus bedauerte kürzlich bei Twitter, dass es für ihr Lieblingsessen noch keine passenden Bildchen gibt:

 

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Jahnkes Emoji für „Gute Laune“ oder auch als Antwort auf die Frage: Was machst du gerade?

Da ist ihre Kollegin Gerburg Jahnke wesentlich weiter. Sie hat eigene Ideen für neue Emojis nicht nur ausgearbeitet, sondern die Ergebnisse in ihrer Sendung LADIES NIGHT bereits vorgestellt. Und – haltet Euch fest – man kann die „offiziellen Ladies-Night-Emojis“  hier downloaden. Die öffentlich-rechtlichen Sender geben Gas.

Glaubt nun bloß nicht, das Thema beschränke sich allein auf die Kabarett- und Comedy-Szene. Auch in öffentlichen Reden, die nicht im Zusammenhang mit Humor stehen, kommen Emoji-Vorschläge vor. Sascha Lobo präsentierte in seinem Vortrag auf der re:publica dieses Jahr ein passendes Emoji zum von ihm mit neuer Bedeutung belegten Wort „Trotzdem“:

Außerdem fordert er ein Anti-Ironie-Emoji als Abgrenzung zur „Dauerscherzkultur“. Doch auch das ist noch nicht alles. Denn zur Freude aller Emoji-Liebhaber und -Kritiker, gibt es jetzt (ganz neu) dieses Musikvideo der schwedischen Band Peter Bjorn and John:

Peter, Bjorn & John »What you talking about?« (Director’s Cut) from A NICE IDEA EVERY DAY on Vimeo.

Lesetipp:

*Emoji – Entstehung einer neuen Sprache ohne Worte? (Technische Uni Dresden)

Emojis. Firlefanz oder neue Geheimsprache? (Stuttgarter-Zeitung)

Emojis: Wie Bildzeichen die Kommunikation verändern (Goethe Institut)

Aprilscherze bei Twitter

AprilscherzeBeiTwitterGestern hieß es wieder „April, April!“. Der als Tag der Scherze bekannte 1. April hat Freunde und Hasser. Wo ließe sich das besser beobachten als in den sozialen Netzwerken? Eben. Doch selbst diejenigen, die keine Lust auf Aprilscherze haben, knicken in der Regel früher oder später ein, weil sie plötzlich lachen müssen. Alles eine Frage des Geschmacks Humors. Ich habe für Euch einige Tweets gesammelt:

Die Hessenschau twitterte: „40 Jahre Apple. In #Hessen sehen wir das so…“

 

Die Agentur Das gepflegte Wort verwies auf einen Artikel im Postillon: Deutsch-Reform: Diese 9 überflüssigen Buchstaben fliegen aus dem Alphabet.

 

Die Redaktion der Sendung mit der Maus besinnte sich auf das Publikum und wollte künftig dem Wunsch vieler Zuschauer nachkommen: Das Größenverhältnis zwischen Maus und Elefant würde bald der Realität entsprechen.

 

Das britische Unternehmen Edwin Jagger warb für neue Produkte: Rasierhobel und Pinsel für Kids.

 

Der bekannte Journalist und Autor Hajo Schumacher erkannte pünktlich zum 1. April:

 

Letzteres ist mehr Wahrheit als Scherz, aber gerade deshalb witzig. Der Tweet musste einfach in diese kleine Sammlung aufgenommen werden.

Einen schönen April wünsche ich Euch. 🙂

Videos: Sind putzende Männer der neue Sex in der Werbung?

Hilfe, die Männerwelt hat den Haushalt für sich entdeckt! Oder? Üblicherweise sehen Werbespots für Wasch- und Putzmittel immer gleich aus. Zuerst werden uns im Garten tobende Kinder gezeigt und dann die Mutter, die die dreckigen Kleidungsstücke in die Waschmaschine steckt. Damit uns das jedoch nicht zu langweilig wird, gibt es noch eine andere Variante. Bei dieser spielt nicht etwa eine Hausfrau die Hauptrolle, sondern DER Fachmann schlechthin: Ein (wissenschaftlicher?!) Experte erläutert die geniale Wirkungsweise des sensationellen Putzmittels – also, womit und wie frau am besten wischen kann.

Was aber, wenn plötzlich ganz andere Werbespots auftauchen, die zumindest auf den ersten Blick gar nicht in diese Schemata passen? Richtig, wir Zuschauer stutzen und schauen genauer hin. Ist das Filmchen gut gemacht, gefällt es uns womöglich sogar. Mir ging es kürzlich so, als die Redaktion der Sendung FrauTV auf ihrer Facebook-Seite einen indischen Werbespot für ein hierzulande bekanntes Waschpulver postete. Schaut Ihn Euch an, dann erzähle ich weiter.

Als ich den Spot zum ersten Mal gesehen habe, bekam ich feuchte Augen. Das lag nicht daran, dass am Ende ein Mann die Wäsche in die Waschmaschine stopft. Was mich bewegt, ist die Bedeutung der Vater-Tochter-Beziehung darin. Ein Vater, der seine Tochter liebt und nun auch in ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter betrachtet. Ein alter Mann, der plötzlich begreift, dass er früher vielleicht hätte etwas anders machen sollen – dass er in gewisser Weise kein gutes Vorbild war. Ein Ehemann, der nach vielen Jahren etwas begreift und versucht sein Verhalten zu ändern.

Ich glaube, dass man mit diesem Spot nicht unbedingt Waschmittel verkaufen, sehr wohl aber einen wesentlichen Kern im alltäglichen Leben der Zuschauer treffen und somit Aufmerksamkeit erlangen kann. Das allein ist schon ein hervorragendes Zeugnis für die Macher des Videos.

Passend zum Thema Putzmittel und Haushalt ist auch das nächste Beispiel. Hierbei handelt es sich um eine exakte Wiedergabe meiner Putzkünste. Einzig überraschend ist lediglich, dass die Verantwortlichen einen Mann für die Hauptrolle und eine Werkstatt als Ort des Geschehens gewählt haben. Nun, ich nehme es ihnen nicht übel. Immerhin ist der Kerl ganz ansehnlich. Also, nur fürs Protokoll – so mache ich es auch immer:

Na, ist es nicht schön, mal solche Werbespots zu sehen?

Artikel zum Thema:

Netzfunde: Von Masern über Kunst zur KIM-Studie

Jeder möchte gesund sein, viele lieben Kreativität und die meisten von uns legen Wert auf Informiertheit. Meine folgenden Netzfunde decken diese Bereiche ab.

Anfangen möchte ich mit dem Stichwort Gesundheit, denn zu den Hauptthemen in meinen Social Media-Kreisen zählten diese Woche unter anderem die Masern. Hier einige Eindrücke:

Auch mir wird übel, wenn ich an die Leichtfertigkeit und Arroganz dieser Menschen denke. Immerhin geht es hierbei nicht um eine nur die Einzelperson betreffende Impfung, wie es bei der Zeckenimpfung der Fall ist, sondern um die Vorbeugung einer ansteckenden Erkrankung mit ernsthaften Folgen. Der Radiosender SWR2 hat zum Thema Impfungen eine aufschlussreiche Sendung ausgearbeitet. Wer mag, kann sich die entsprechende Folge von SWR2 Wissen hier anhören.

 Wozu brauchen wir Kunst?

Von Gesundheit nun zur Kreativität, denn auch diese ist wichtig im Leben. Kreativ kann jeder sein – ob beim Häkeln, Schreiben oder Zeichen. Da gibt es unzählige Möglichkeiten. Doch wer von uns schaut sich gerne die Ergebnisse der Kreativität anderer an? Was bedeutet uns Kunst im Alltag? Und: „Muss man Kunst verstehen?“ Die Künstlerin Etelka Kovacs-Koller fragt Menschen aus ganz unterschiedlichen beruflichen Bereichen, wie sie zur Kunst stehen. Meine Aufmerksamkeit hat sie durch das aktuelle Interview mit dem weiblichen Social Web Ranger Wibke Ladwig gewonnen.

Ein Kunstwerk ist auch Kommunikationsmittel. Wenn ich den Strich des Malers oder der Malerin beinahe fühlen kann, schafft das eine unglaubliche Intimität. (Wibke Ladwig)

Frau Ladwig (alias @sinnundverstand) verrät, dass sie nicht oft ins Museum geht, aber wenn, dann begegnet sie den Kunstwerken auf eine spezielle Art und Weise. Sehr lesenswert!

 Kinder und Medien

Wenn wir schon hier sind – online -, kann uns das Thema Kinder und Internet nicht gleichgültig sein. Kids sind unsere Zukunft, unabhängig davon, ob wir selbst welche haben.

Vor wenigen Tagen wurde die KIM-Studie 2014 veröffentlicht. Im Rahmen dieser Studie werden jeweils rund 1.200 Kinder mündlich-persönlich und deren Eltern schriftlich befragt. Im Mittelpunkt der Studie stehen die Themenfelder Freizeitaktivitäten, Themeninteressen, Medienausstattung, Medienbindung, Medienfunktion, Computer- und Internetnutzung, Einstellungen zu Computer und Internet, Computerspiele, Lernprogramme, Computer und Schule sowie Mediennutzung im familiären Kontext. (Quelle: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwesten)

Hier kann man die Ergebnisse der Studie als pdf-Datei downloaden. 2014 gewannen beispielsweise Tablet-PCs an Bedeutung und werden daher auch speziell thematisiert. Wie ich darauf gestoßen bin? Die Hamburger Kommunikationsagentur Mann beißt Hund machte per Twitter auf diese Studie aufmerksam.

Ich hoffe, für jeden ist unter den Netzfunden etwas Passendes dabei. Dem letzten Thema werde ich mich bald auch hier im Blog etwas intensiver widmen, denn die Notwenigkeit, Kindern und Jugendlichen einen „gesunden“ und mündigen Umgang mit dem Web (und den Medien insgesamt) zu vermitteln, halte ich für essentiell. Im Bereich Schule und Bildung besteht diesbezüglich großer Nachholbedarf, was schlimm ist, weil man eigentlich nicht nachholen, sondern vordenken müsste.

Netzfund: Eine HARIBO-Ära geht zu Ende

Der erste HARIBO-Werbespot mit Michael Herbig alias Bully ist online. Gottschalk übergibt ihm das Zepter… ähm … die Goldbärentüte. Nach einem der erfolgreichsten deutschen TV-Moderatoren und Entertainer ist nun ein erfolgreicher Komiker Repräsentant der süßen Gummibären.

Der Spot ist zweifellos eine gelungene Einleitung in eine – ja, was? Eine neue Ära? Gottschalk warb seit 1991 in über 250 Werbespots für HARIBO. „2005 wurde die Zusammenarbeit als längste Werbepartnerschaft der Welt mit einem Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde ausgezeichnet.“ (Horizont) Ob sein Nachfolger auch so lange am Ball Goldbären bleibt, wird sich noch zeigen. Immerhin, eine vielversprechende Website gibt es bereits: http://www.haribo-und-bully.de.