Emoji-Wahn: Wörter waren gestern

Glaubt Ihr, es wird mal ein Online-Magazin ohne Worte geben?  Blogger, die nur mit Symbolen arbeiten? Ganz ohne Buchstaben? Irre Vorstellung und daher nicht auszuschließen. Linguisten sind sich in der Frage, ob Emojis eine positive oder negative Auswirkung auf die Kommunikation haben und eventuell sogar eine neue Sprache daraus entstehen wird, uneinig.*

Emoticons kennen wir schon lange, doch seit sämtliche Massanger immer mehr Emojis anbieten, gewinnt das Thema an Bedeutung. Wenn man sie gerade mal nicht sieht, hört man jemanden darüber sprechen. Und jeder hat Vorschläge für neue Emojis. Ihr glaubt mir nicht? Dann schaut mal:

Carolin Kebekus bedauerte kürzlich bei Twitter, dass es für ihr Lieblingsessen noch keine passenden Bildchen gibt:

 

Bildschirmfoto 2016-06-01 um 11.09.50
Jahnkes Emoji für „Gute Laune“ oder auch als Antwort auf die Frage: Was machst du gerade?

Da ist ihre Kollegin Gerburg Jahnke wesentlich weiter. Sie hat eigene Ideen für neue Emojis nicht nur ausgearbeitet, sondern die Ergebnisse in ihrer Sendung LADIES NIGHT bereits vorgestellt. Und – haltet Euch fest – man kann die „offiziellen Ladies-Night-Emojis“  hier downloaden. Die öffentlich-rechtlichen Sender geben Gas.

Glaubt nun bloß nicht, das Thema beschränke sich allein auf die Kabarett- und Comedy-Szene. Auch in öffentlichen Reden, die nicht im Zusammenhang mit Humor stehen, kommen Emoji-Vorschläge vor. Sascha Lobo präsentierte in seinem Vortrag auf der re:publica dieses Jahr ein passendes Emoji zum von ihm mit neuer Bedeutung belegten Wort „Trotzdem“:

Außerdem fordert er ein Anti-Ironie-Emoji als Abgrenzung zur „Dauerscherzkultur“. Doch auch das ist noch nicht alles. Denn zur Freude aller Emoji-Liebhaber und -Kritiker, gibt es jetzt (ganz neu) dieses Musikvideo der schwedischen Band Peter Bjorn and John:

Peter, Bjorn & John »What you talking about?« (Director’s Cut) from A NICE IDEA EVERY DAY on Vimeo.

Lesetipp:

*Emoji – Entstehung einer neuen Sprache ohne Worte? (Technische Uni Dresden)

Emojis. Firlefanz oder neue Geheimsprache? (Stuttgarter-Zeitung)

Emojis: Wie Bildzeichen die Kommunikation verändern (Goethe Institut)

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