Du hast mich begeistert, Bodensee!

Es liegen fünf wunderbar entspannte Tage hinter mir. Ein Kurzurlaub am Bodensee. Da ich direkt in den vollgeladenen Alltag zurückgekehrt bin, fehlt mir aktuell die Zeit für einen längeren Blogbeitrag, doch möchte ich gerne schon mal einige Impressionen und Tipps mit Euch teilen.

Meersburg vom Schiff aus
Meersburg (Blick vom Schiff).

Es ist nicht einfach, kurzfristig eine Ferienwohnung am Bodensee zu ergattern. Wir hatten großes Glück. Dass diese wenigen Tage derart schön waren, lag ….

  • an meinen Mitreisenden: der Familie.
  • an unseren sympathischen Gastgebern: Eheleute Rauber.
  • an der Aussicht vom Balkon unserer Ferienwohnung: Bodensee und verschneite Alpen.
  • am schönen Urlaubsort: Immenstaad.
  • an der märchenhaften Blumeninsel Mainau.
  • an den vergnüglichen Schifffahrten zur Insel und zurück.
  • am interessanten und kinderfreundlich gestalteten Zeppelinmuseum in Friedrichshafen.
  • an der beeindruckenden Wallfahrtskirche Birnau.
  • an den netten und humorvollen Menschen, die am Bodensee leben.
  • natürlich auch am angenehm sommerlichen Wetter im Mai.

IMMENSTAAD

 

MAINAU

 

ZEPPELINMUSEUM

 

Als Wahl-Rheinländerin liebe ich die Region, in der ich lebe, aber den Blick auf Bodensee und Alpen hätte ich gerne hierher mitgenommen.

Nacht der Technik in Koblenz

Einmal jährlich veranstaltet die Handwerkskammer Koblenz die grandiose Nacht der Technik. Es ist eine Veranstaltung für Groß und Klein und nicht zuletzt deshalb ein Magnet. Ich habe diesen Samstag zum ersten Mal daran teilgenommen – vor allem für meine Kinder. Wir wollten uns einen besonderen Nachmittag und Abend machen. Dabei durfte ich auch Gespräche mit anderen Familien führen. Wie fanden Kids diese Veranstaltung? Was gefiel ihnen und was den Eltern? Gab es auch negative Kritik?

„Ich fand es richtig cool, weil der Christoph (aus der Sendung mit der Maus) so viele tolle Experimente gemacht und so lustige Sachen gesagt hat. Und super war auch, dass ich dort meine Freundin getroffen habe.“ (Grundschulkind)

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Tolle Lichteffekte und Live-Musik am Abend!

Technik zum Anfassen und Selbermachen – das ist in meinen Augen das Besondere an diesem Event mit tollem Programm. Die Besucher/innen können sich informieren, neue Technologien bestaunen, „alte“ Methoden wertschätzen, eine Show genießen oder selbst zum Hammer greifen.

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Holzwürfel. Überdimensional u. selbstgemacht.

Und damit wären wir bereits bei den Kids, denn die konnten sich hier beispielsweise einen Teelichthalter oder großen Würfel aus einem Holzblock und Nägeln selbst bauen. Meinem Nachwuchs ist Werkzeug zwar nicht fremd, aber im Alltag haben sie eher selten damit zu tun. Daher war es für sie zweifellos eine coole Erfahrung, mit eigener Körperkraft und Werkzeug etwas aus Holz herzustellen.

Besonders viel Spaß hatten meine Kinder beim Auftritt von Christoph, den sie aus der Sendung mit der Maus kennen. Es war das Highlight, ihn live zu erleben. Leider hatten nicht alle Familien so viel Glück, denn um in diese Vorstellung zu gelangen, musste man sage und schreibe eine Stunde draußen anstehen. Und das garantierte einem noch lange nicht, dass man tatsächlich hereingelassen würde. Denn in den Raum passten nicht viele Menschen.

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Christoph war mit seinen Experimenten eines der Highlights für Klein und Groß!

So hatten wir am Nachmittag grundlos angestanden. Erfreulicherweise trat Christoph zweimal auf und wir hatten immerhin das Glück (und die Ausdauer), am Abend Teil des Publikums zu sein. Allerdings taten mir die Kinder leid, die draußen an der Scheibe klebten, um wenigsten einen kleinen Blick auf Christophs Experimente zu erhaschen. Diese kleinen Kinds waren sehr hartnäckig, hörten nicht auf ihre Eltern, wollten nicht weggehen. Kein Wunder.

Dafür saßen im Publikum nicht wenige kinderlose Erwachsene, die alles drangesetzt hatten, in den ersten Reihen zu sitzen. Ich hörte ein Kind seine Mutter fragen: „Warum sitzen hier so viele Erwachsene und nehmen den Kindern die Plätze weg?“

Bedenkt man, dass der Eintritt kostenfrei ist, mag man gar keine Kritik äußern. Es wirkt unangebracht. Ich denke aber, dass die Organisatoren viel Wert darauf legen, das Event zu einem wirklich gelungenen Erlebnis für alle Beteiligten zu machen. Das können sie jedoch nur, wenn man ihnen konstruktives Feedback liefert. Mir ist bewusst, dass wir von dem großen Angebot zu wenig gesehen haben, um hier ein Gesamtbild abliefern zu können. Deshalb verweise ich unten gerne auf die Meinungen anderer Blogger/innen.

Grundschulkind: „In dem Raum, wo die bunten Dinger gebastelt werden konnten und mit Lasern ausgeschnitten wurden, hat es gestunken. Also die Luft war so schlecht.“

Was mir gefiel?  Gut fand ich, dass es neben Angeboten, für die man anstehen musste, auch Beschäftigungsmöglichkeiten gab, die offen für alle waren. Ob Leuchtdioden, Holz, Schieferplatten oder was sonst noch geboten wurde – der Nachwuchs konnte neue Fertigkeiten ausprobieren.

Kinder ticken zudem ohnehin anders als Erwachsene und können sich auch an einer einfachen Tombola erfreuen. Wenn der Nachwuchs Spaß hat, ist das Event auch für die Eltern toll. Wir Erwachsenen freuen uns gerne mit. Interessant fand ich, dass wirklich alle Altersklassen vertreten waren.

„Die Nacht der Technik ist ein cooles Event mit Bautechnik, Fahrtechnik, Metall- sowie Holzarbeiten und Lichteffekten. Die Modell-Baustelle fand ich unglaublich super. Mir hat das meiste gefallen. Nur das lange Stehen in der Warteschlange war langweilig.“ (Gymnasiast)

Bevor ich zum abschließenden Lob ansetze, hier mein Anliegen an das Organisatoren-Team:

  1. Bitte überlegt, wie man vor allem Kindern die Plätze für die besonderen Angebote sichern könnte. Ist etwas speziell für Familien deklariert, sollten tatsächlich in erster Linie Leute mit Kindern daran teilnehmen dürfen.
  2. Schilder oder Plakate an den Türen wären sinnvoll, damit man beim Vorbeigehen weiß, was im jeweiligen Raum angeboten wird.

Fazit: Die Nacht der Technik ist ein Erlebnis. Es ist eine besondere Veranstaltung mit tollem Programm. Als Familie brauchte man dieses Jahr aber mitunter Glück, um sich wirklich all das anschauen zu können, weswegen man gekommen war. Als schöner Pluspunkt erwiesen sich Live-Band und Illumination am Abend.

Weitere Meinungen zum Event:

Münzen für Cuxhaven

Spontan und kurz, aber schön und erholsam. So war mein erster Besuch in Cuxhaven. Ich habe Euch einige Bilder und neue Klischees mitgebracht.

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Die herrliche Promenade von Duhnen (Kurteil von Cuxhaven).

Während meines Aufenthalts, bewohnte ich mit meiner Familie eine Ferienwohnung in Duhnen. Das ist ein Nordseeheilbad und Stadtteil von Cuxhaven. Wir hatten großes Glück so kurzfristig eine gut ausgestattete und geschmackvoll eingerichtete zweigeschossige Wohnung zu bekommen. Vermutlich fühlten wir uns dort nicht zuletzt deshalb sehr wohl. Die herrliche Promenade trug ebenfalls dazu bei. Überhaupt ist Duhnen ein schönes Fleckchen Erde.

Geht es Euch auch so, dass Ihr an der Nordsee morgens viel früher wach werdet als zu Hause? Bei mir ist der Unterschied groß. Obwohl ich eine Nachteule bin, springe ich im Norden schon sehr früh topfit(!) aus den Federn und reiße fröhlich die Fenster auf, um die kühle Morgenluft hinein zu lassen. Genuss pur.

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Erste Tat des Tages: Balkontür aufreißen, um die herrliche Nordseeluft zu genießen.

Bis dato war ich nur im Frühling an der Nordsee gewesen. Mein Vater hatte vor einigen Jahren in Norddeich seinen 60. Geburtstag gefeiert. Daher war mir nicht klar, wann die Touristen im Sommer an den Strand gehen – also wie früh oder spät am Morgen. Wir hatten keine Lust lange herumzusitzen und gingen direkt nach dem Frühstück ans Meer. Zwar trafen wir unterwegs auf viele Leute, doch sie gingen definitiv in die falsche Richtung. Mit Brötchentüten beladen. Schnell stand fest: Die gehen in ihre Feriendomizile frühstücken. Entsprechend leer sah es dann am Strand aus. Wir hatten Sand und Watt quasi für uns allein. Umso besser, denn das Wetter war angenehm, so dass wir mit Crossminton in den Tag starten konnten. Unter uns: Das täte ich morgens gerne öfter. (Nicht, dass ich darin besonders gut wäre, aber es macht riesigen Spaß.)

Hier einige Impressionen von Duhnen:

Ausflugsziele: Kugelbake, Hafen, Windstärke 10

In Cuxhaven muss sich niemand langweilen. Unternehmen kann man hier viel, doch wir waren nicht lange genug vor Ort, um alles auszuprobieren. Eine Wanderung zur Kugelbake und ein sonniger Tag im Hafen sind uns erfreulicherweise gelungen. Ein Hinweis: Je näher man der Kugelbake kommt, desto windiger ist es. Jedenfalls musste ich mit Kraft gegen den Wind ankämpfen und hatte zwischendurch das Gefühl, gleich ins Wasser geweht zu werden. Das holzige Ungetüm ist nicht wirklich schön, aber einen Ausflug wert.

Im Reiseführer wird Familien der Fußweg von der Kugelbake zur Alten Liebe, einer Aussichtsplattform im Hafen von …. Cuxhaven, empfohlen. Passanten rieten uns jedoch davon ab. „Für Ihre Kinder wird das kein schöner Spaziergang!“, meinte eine Frau. „Das ist eine große Entfernung und unterwegs ist nichts Nennenswertes.“ Im Buch steht was vom grünen Strand und der Aussicht auf große Schiffe, aber der Wind war an dem Tag sehr stark. Wir bogen daher Richtung Kurpark ab. Ein Zufall, der uns in einen kleinen Tierpark führte.

Kinder freuen sich über derartige Umwege. Fun Fact: Im Kurpark fand zu dem Zeitpunkt ein Weinfest statt, auf dem (natürlich) Winzer von der Mosel und aus der Pfalz vertreten waren. Es war lustig zu sehen, wie ein Stück der eigenen Heimat woanders zu einer Besonderheit wird.

Wer in Cuxhaven ist, darf sich selbstverständlich nicht den Hafen entgehen lassen. Soviel ist klar. Ob zu Fuß, per Cuxliner oder mit dem eigenen Pkw – es lohnt sich einige Stunden im Hafen zu verbringen. Warum? Nicht nur wegen der bekannten „Alten Liebe“ (siehe oben), sondern auch wegen des guten Essens. Ich habe, weil schlechtes Wetter uns nach dem Fußmarsch zur Fahrt mit dem Funkmietwagen gedrängt hatte, den Taxifahrer nach einem guten Lokal gefragt. Sein Tipp lautete: „Wenn Sie guten Fisch essen wollen, empfehle ich Ihnen die kleine Fischkiste am Hafen. Ansonsten gibt es gutes Fleisch …. oder …..“ Vergesst den Rest, denn das Fischlokal ist tatsächlich einen Besuch wert. Hier könnt Ihr einen virtuellen Blick darauf werfen. (Großartige Website mit Infos zur Geschichte.) Wer Mitreisende im Gepäck hat, die ungern Fisch essen, braucht sich übrigens keine Sorgen zu machen, denn dort kann man auch Fleisch essen. Muss man aber nicht.

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Lockere Atmosphäre, köstlicher Fisch.

Impressionen vom Hafen möchte ich Euch auch nicht vorenthalten. Das erste Foto (von der Schifffahrtspolizei) ist zufällig entstanden, während ich auf der Alten Liebe stehend aufs Wasser blickte. Die drei weiteren Aussichten bekommt jeder zu sehen, der am Hafen spazieren geht. Nur nebenbei: Im Sommer kann ich die Eisdiele dort empfehlen. (Minze mit Schokosplittern, ich sage es Euch.)

Kaum, dass die kurze Reise geplant war, stand eines fest: Museum Windstärke 10 musste besucht werden. Neben a) „am Strand spielen und baden“, b) „im Strandkorb sitzen“ und c) „die Wellen im Ahoi! (DEM Freizeitbad) genießen“ zählte das Erlebnismuseum zu den Dingen, die in Cuxhaven auf jeden Fall absolviert werden sollten. Das war nicht meine Entscheidung, doch sie war gut. Hier erfährt man sowohl viel über den Fischfang (wie anstrengend ist das denn!) als auch über Schiffsunglücke. Es ist schon merkwürdig, sich den echten Notruf eines sinkenden Schiffes anzuhören und einen Augenblick später vor einer seiner geborgenen Türen zu stehen – mit dem Wissen, dass es keine Überlebenden gegeben hatte. Oder sich die großartige Sammlung eines Kaufmanns anzusehen, der Seemann werden wollte, es aber wegen seiner Eltern nicht durfte und daher alles sammelte, was mit der Seefahrt zu tun hatte. Irgendwie seltsam und zugleich menschlich.

Resümee meiner Kids: „Es war total schön. Wir raten Euch, dorthin zu fahren. Die Autofahrt ist zwar lang, aber es lohnt sich.“ Ähm, nur mal so: Die Fahrt war von uns aus etwas lang, aber das kommt natürlich darauf an, wo man wohnt. In Duhnen hatten wir zahlreiche Schweizer und Münchner getroffen, die folglich einen längeren Weg auf sich genommen hatten, aber dennoch mehr als zufrieden wirkten.

Neue Klischees müssen gepflegt werden

Ach, jetzt habe ich ganz vergessen die Herausforderungen zu nennen. Also:

  1. Die Bremer fahren wie Rowdies. Sie schneiden Dir einfach den Weg ab. Nicht wie im Rheinland, sondern so richtig bis auf den Millimeter. Du denkst, gleich kracht´s. Und dann bremst du, weil du keine andere Wahl hast. Mensch, Bremer*rinnen, ihr seid nicht in Paris!
  2. In Cuxhaven gibt es kein Kleingeld. Wirklich nicht! Die haben alle nur Scheine. Und wenn man mal irgendwo irgendwas bezahlen muss oder einen Euro für den Einkaufswagen benötigt, kann keiner wechseln. Ehrenwort. Mit der Rechnung kommt immer automatisch der Satz: „Haben Sie´s passend? Ich habe kein Kleingeld.“ Oder: „Ich kann/darf nicht wechseln.“ Nur Scheine, sage ich Euch. Am Imbiss vor dem Supermarkt konnte eine Dame kein Kleingeld wechseln, an der Kasse war es verboten und an der Info bekam man schließlich einen Chip für den Einkaufswagen, weil: „Kein Kleingeld da und auch sonst grundsätzlich nicht erlaubt“.

Nun ja, wir Rheinländer sind für jeden Schabernack zu haben, daher: Sammelt Münzen für Cuxhaven!!

(Psst, die im Norden sind echt nett. Habe es mal wieder festgestellt. Ich mag die Leute dort.)

Mein erstes BarCamp: #bcko16

„Das Besondere an euch BarCamp-Teilnehmern ist, dass ihr alle so locker und menschlich seid. Für uns ist es eine der angenehmsten Veranstaltungen des Jahres“, vertraute mir eine Servicekraft im Koblenzer Zentrum für Gesundheit und Ernährung an, in dem das zweite BarCamp Koblenz (#bcko16) stattfand.

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Die BarCamp-Sticker waren sehr gefragt.

Spannende Menschen, nette Gespräche, bemerkenswerte und gut ausgestattete Räumlichkeiten der HWK Koblenz sowie gute Verpflegung. Ob Organisator, Servicekraft oder Administrator – sie alle waren kooperativ und zuvorkommend. Wie hätte man sich da nicht wohlfühlen können?

Doch was auch immer ich hier schreiben mag, stets wird jemand dabei zu kurz kommen. Daher nehme ich eines vorweg: Das BarCamp hat mich mit vielen sympathischen und klugen Menschen zusammengebracht. Auf den weiteren Austausch mit ihnen freue ich mich schon.

 

BarCamps bedeuten spannende Begegnungen

Es ist nicht einfach die Stimmung eines Events zu beschreiben. Ich möchte es daher am Beispiel von Christoph Krause tun, der zu den Organisatoren des BarCamps gehörte. Wir hatten uns nie zuvor (im realen Leben) gesehen, dennoch konnte ich mit ihm sprechen, als seien wir uns schon länger bekannt. Kurz und zwischendurch, aber total unkompliziert. So ging es mir auch mit anderen Bekannten aus dem Netz und ganz neuen Kontakten: Wir verstanden uns mühelos.

„Hallo, mein Name ist Anja. Ich lese dein Blog und war eben in deiner Session.“ (Mit diesen Worten überraschte mich Anja von kindinkoblenz.)

Da ich Euch nicht mit langen Dankesreden langweilen möchte, weise ich nur kurz darauf hin, dass wir Teilnehmer wunderbar verköstigt wurden – mit Frühstück, leckerem Mittagessen, am Abend mit Burgern, Bier, Cocktails und allem, was man brauchte. Ich habe das sehr genossen. (Immerhin musste ich an den Tagen nicht selbst kochen.) Der Kaffee war gut, die Gespräche bei den Mahlzeiten inspirierend und die Atmosphäre einfach nur schön.

(Der Snap´n´Walk, den wir am zweiten Tag unternommen haben, war – im wahrsten Sinne des Wortes – erfrischend.) 

Jede Session hat etwas zu bieten

Damit wären wir schon beim wichtigsten Punkt: Die Sessions waren so interessant, dass ich von einer zur nächsten eilte und bis auf die Mittagspause kaum Zeit für längere Gespräche fand. Bestimmt habe ich einige spannende Themen verpasst, weil ich mich immer zwischen zwei oder drei Sessions entscheiden musste, die parallel stattfanden. Hinzu kommt, dass ich während meiner beiden Sessions natürlich nicht zeitgleich woanders sein konnte. Daher entschied ich mich a) für Themen, die mir zwar nicht fremd waren, über die ich aber unbedingt mehr wissen wollte (u.a. Pinterest und Storytelling) und b) Themen, mit denen ich mich noch nicht nennenswert befasst hatte – wie zum Beispiel Cardboard und Snapchat. Gerne hätte ich auch Roboterjournalismus, 4D-Druck, die Comedy-Session und viele weitere Vorträge besucht, aber vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal. Oder man sieht und unterhält sich auch mal so? Jedenfalls haben mich alle Sessions an Wissen bereichert. Denn jede(r) hatte Ahnung vom eigenen Thema und gab das mit Leidenschaft weiter. Ein tolles Erlebnis!!

Schaut über Euren Tellerrand – geht zu BarCamps

Glücklicherweise können viele der BarCamp-Teilnehmer exzellent fotografieren. Unter #bcko16 findet Ihr die vielen(!) Tweets zur Veranstaltung, sowie Links zu Fotogalerien. Auch haben bereits andere Blogger über dieses Event geschrieben – die entsprechenden Links setze ich ans Ende meines Textes. Schaut Euch alles an, lest und macht auch mal bei einem BarCamp mit. Ihr müsst keine Session halten, aber ich empfehle es Euch. Das war mein erstes Mal auf einer Unkonferenz, und dennoch habe ich einen Vortrag gehalten. Was einigen als Größenwahn vorkommen mag, halten andere für großartig und mutig. Beides stimmt. Vermutlich. Doch was kann Euch denn schon passieren? Vielleicht kommen nur wenige zur Session, weil sich nicht viele für Euer Thema interessieren. Möglicherweise bekommt ihr ein großes Publikum, aber nicht alle stimmen Euren Thesen zu. Na und? Ihr seid die Experten für Euren Vortrag und könnt ihn gestalten wie Ihr wollt. Abgesehen davon, erweisen sich Meinungsunterschiede nicht selten als Fortschritt – weil man plötzlich aus einer neuen Perspektive auf etwas gut Bekanntes blicken muss. Ich hatte auch keine Ahnung, was mich erwarten würde, bekam aber sehr positives Feedback (und werde aufgrund der Nachfragen meine Folien online bereitstellen).

Solche Erfahrungen tun gut und man entwickelt sich weiter. Außerdem ergeben sich bei derartigen Treffen neue Ideen. Von Gesprächen mit den Anwesenden angeregt, führten Stephan Mahlow und ich am zweiten Tag des BarCamps eine Gesprächsrunde mit Unternehmern, Bloggern & Co aus der Region, die etwas für die Vernetzung dieser Region tun möchten. Es wird sich noch zeigen, wohin uns der Austausch führen wird, aber ich bin ganz zuversichtlich.

Fazit: Das BarCamp Koblenz rockt!!

Meinungen anderer Teilnehmer:

P.S.: #bcko16 stand bei Twitter zeitweise sogar auf Platz eins.

 

Zu Besuch in der alten Uni

„Seit wann laufen so viele Studierenden über den Campus? In den Semesterferien!“ Das war einer meiner ersten Gedanken, als ich kurz vor Ostern meiner alten Uni einen Besuch abstattete.

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Im Grunde ist das die neue Uni beziehungsweise der neue Campus, denn während meines Studiums zog die Universität von einem Stadtteil in einen anderen um. Raus aus verfallenden Bauten – rein in frisch sanierte und neu gebaute Gebäude mit moderner Technik, einer schönen Bibliothek und anderen Vorzügen. Auf dem alten Campus hatten einige meiner politikwissenschaftlichen Seminare stets mit einem kurzen Gebet seitens des Dozenten begonnen. Er hoffte jedes Mal, uns möge auch diesmal nicht die Decke auf den Kopf fallen. Wir hatten Glück. Anders als viele meiner Kommilitonen, deren Vorlesungen in den vergleichsweise gut erhaltenen Räumlichkeiten stattfanden, freute ich mich daher auf den Umzug. Bröckelnde Decken und Wände entsprachen nicht so ganz meinem Geschmack.

Es war ein seltsames, aber auch schönes Gefühl, zehn Jahre nach dem Studienabschluss durch die bekannten – und geliebten – Flure zu streifen. Manches hat sich sichtlich verändert. Zum Beispiel gibt es dort diese großen Kaffeeautomaten nicht mehr, aus denen ich mir früher einen versüßten, extrem schlechten Kaffee im Plastikbecher ziehen konnte, der grundsätzlich eine starke Kakao-Note aufwies. Ihr wisst schon, in manchen Krankenhäusern findet man sie noch. Nichts da – alle weg. Stattdessen kann man sich am Mensa-Eingang einen frischen Kaffee aus dem Vollautomaten genehmigen und beim Mahlen der Bohnen zusehen. Bezahlt wird mit einer Karte, die kurz am Gerät gescannt wird. Klingt gut, oder? Dummerweise muss man an der Uni immatrikuliert oder angestellt sein, um über so eine Karte zu verfügen. Für mich gab es daher Kaffee an der Kasse – aus einem kleineren Vollautomaten, aber immerhin.

Die nackten Uni-Wände sind für manche Besucher gewöhnungsbedürftig – das weiß ich noch aus den alten Zeiten. Manche Studentinnen beklagten sich damals zudem über die engen Korridore. Ich konnte dem nicht zustimmen. Mir gefielen die neuen Gebäude – und inzwischen sorgen Graffiti für etwas Farbe an den Wänden.

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Lampe im Eingangsbereich – von unten.

Was mir jedoch nicht mehr aus dem Sinn kommt, ist die Tatsache, dass sehr viele Menschen auf dem Campus zu sehen waren. Wenn wir früher Semesterferien hatten, gingen wir unseren Nebenjobs nach, trafen uns in der Altstadt und solche Sachen. Die Hausarbeiten verfassten wir auf den letzten Drücker, am Ende der Ferien in unserem kleinen Kämmerlein. Aber auf dem Campus trieb sich so gut wie nie eine/r von uns rum. Wir wurden LehrerInnen, Magister und Diplomanden oder gar Doktoranden – ohne jemals auch nur die Hälfte der Semesterferien an der Uni verbracht zu haben. Das weiß ich, weil ich in meiner Zeit als wissenschaftliche Hilfskraft (bei den Soziologen) auch mal in den Semesterferien im Büro saß und auf den leeren Campus hinunterblickte. Jetzt heißen die Studiengänge Bachelor und Master. Vielleicht liegt es daran. Denn gleichgültig, wohin ich blickte, überall sah ich Studierende lernen, Mitarbeiter essen …. Was mir besonders gut gefiel: Frauen erklärten ihren männlichen Kommilitonen Chemie. Von wegen Männer hätten mehr Ahnung von Naturwissenschaften….

Es war schön, ein wenig in der Vergangenheit zu schwelgen und für eine Studentin gehalten zu werden. Doch glaubt mir, ich bin froh, den Prüfungsstress hinter mir zu haben.

Wenn es bunte Blätter schneit

Der Frühherbst zählt zu meinen liebsten Jahreszeiten. Leider nicht der ganze Herbst an sich, denn sobald die bunten Blätter verschwinden, alles kahl und düster wirkt, muss ich mir schöne Gedanken machen, um nicht die gute Laune zu verlieren. Daher genieße ich jetzt noch das Rot, Gelb und Orange der Baumkronen, sammle bunte Blätter und andere Herbstschätze.

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Blick durch eine Schießscharte der Festung Ehrenbreitstein.

Auf Spaziergängen und Wanderungen kann ich mir so manches Foto nicht verkneifen – a) weil der Anblick zu schön ist, um nicht festgehalten zu werden und b) um sich an trüben Tagen die fröhlichen und romantisch anmutenden Bilder anschauen zu können. Was der Mensch alles so macht, um sein eigenes Gemüt auszutricksen….

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Blick von der Festung Ehrenbreitsein auf das Deutsche Eck.

Regelmäßig erfreue ich mich in den sozialen Netzwerken an besonders beeindruckenden Bildern, die geübten (Hobby-)Fotografen mit ihren Spiegelreflexkameras gelingen. Leider kann ich persönlich nicht damit dienen. Meine Fotos entstehen nur nebenbei, indem ich mal eben nach dem Smartphone greife.

Herbstspaziergang an der Mosel.

Insbesondere jetzt, in den Herbstferien, sieht man viele Familien die Burgen und Schlösser an Rhein und Mosel besichtigen. Diverse Aktionen für Kids und Erwachsene locken in die alten Gemäuer. Doch ist nicht nur das jeweilige Ziel interessant, sondern auch der Weg dorthin sehr eindrucksvoll.

Blick auf Sankt Goarshausen.

Dieses und das folgende Bild entstanden auf dem Weg zur Burg Sooneck, deren Besuch ich an dieser Stelle gerne empfehle. Die Museumsführung war sehr humorvoll. Und der Blick von oben ins Tal ist wunderschön.

Bei Burg Sooneck. Blick ins Tal.

Mit diesen Bildern wünsche ich Euch einen (weiterhin) schönen Herbst.

Links: