write, print, scan …. repeat

Alle sprechen von Digitalisierung und großartigen technischen Errungenschaften. Sie nennen es Fortschritt und nutzen diesen zur Vereinfachung von Arbeitsabläufen in ihren Unternehmen. Oder etwa nicht? Müsste man eigentlich glauben, doch die folgenden Storys zeugen, sagen wir mal ganz vorsichtig, vom Gegenteil.

Online-Bewerbungen haben ihre Vorzüge. Eigentlich.

Eine Freundin von mir bewarb sich mal bei einem IT-Unternehmen per E-Mail, weil das so erwünscht war. Wenige Wochen später steckte ein DINA4-Umschlag in ihrem Briefkasten. Verwundert öffnete sie das Kuvert und hielt einen Stapel Papier mit ihrer ausgedruckten Bewerbungsmappe in der Hand. Darauf lag das Anschreiben von der Firma, bei der sie sich online beworben hatte: „Hiermit schicken wir Ihnen Ihre Bewerbungsunterlagen zu unserer Entlastung zurück.“ Meine Freundin:

Ich war so froh, dass sie mich abgelehnt haben!

Gewöhnlicher Büro-Alltag früher und heute

Stellen wir uns die folgende Szene vor: Der junge Chef eines großen Unternehmens verfasst ein Rundschreiben an alle Mitarbeiter und mailt es seiner Sekretärin. Die Sekretärin druckt das Schreiben aus und geht mit dem Blatt zum Chef, damit dieser unterschreibt. Mit dem signierten Blatt geht sie zum Scanner und scannt das Schreiben ein. Nun hat sie es wieder schön digital und mailt es an sämtliche Mitarbeiter. So war es 1996. Büroalltag 2017.

papier_digitalisierung_2017

Nicht genug? Na gut. Take this:

„Also wenn bei uns eine interne Veranstaltung geplant wird, läuft Kollegin XY durch die Gänge und sammelt Unterschriften. Wer kommt zum Event? Mit wie vielen Personen? Ist die Tabelle erstmal ausgefüllt, wird der Inhalt abgetippt, digital bearbeitet und dann zum Aushängen wieder ausgedruckt.“

(verzweifelter Informatiker)

 

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Ein Gedanke zu “write, print, scan …. repeat

  1. Ich erinnere mich bei dieser Gelegenheit an den GF eines mittelständischen Unternehmens, der „wichtige“ Mails audruckte, mit seinem Verteilerstempel zierte, kopierte, und dann in die analogen Postfächer der Büromitarbeiter verteilte. Auf den Scan hat er damals immerhin verzichtet 😉

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