Mein erstes BarCamp: #bcko16

„Das Besondere an euch BarCamp-Teilnehmern ist, dass ihr alle so locker und menschlich seid. Für uns ist es eine der angenehmsten Veranstaltungen des Jahres“, vertraute mir eine Servicekraft im Koblenzer Zentrum für Gesundheit und Ernährung an, in dem das zweite BarCamp Koblenz (#bcko16) stattfand.

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Die BarCamp-Sticker waren sehr gefragt.

Spannende Menschen, nette Gespräche, bemerkenswerte und gut ausgestattete Räumlichkeiten der HWK Koblenz sowie gute Verpflegung. Ob Organisator, Servicekraft oder Administrator – sie alle waren kooperativ und zuvorkommend. Wie hätte man sich da nicht wohlfühlen können?

Doch was auch immer ich hier schreiben mag, stets wird jemand dabei zu kurz kommen. Daher nehme ich eines vorweg: Das BarCamp hat mich mit vielen sympathischen und klugen Menschen zusammengebracht. Auf den weiteren Austausch mit ihnen freue ich mich schon.

 

BarCamps bedeuten spannende Begegnungen

Es ist nicht einfach die Stimmung eines Events zu beschreiben. Ich möchte es daher am Beispiel von Christoph Krause tun, der zu den Organisatoren des BarCamps gehörte. Wir hatten uns nie zuvor (im realen Leben) gesehen, dennoch konnte ich mit ihm sprechen, als seien wir uns schon länger bekannt. Kurz und zwischendurch, aber total unkompliziert. So ging es mir auch mit anderen Bekannten aus dem Netz und ganz neuen Kontakten: Wir verstanden uns mühelos.

„Hallo, mein Name ist Anja. Ich lese dein Blog und war eben in deiner Session.“ (Mit diesen Worten überraschte mich Anja von kindinkoblenz.)

Da ich Euch nicht mit langen Dankesreden langweilen möchte, weise ich nur kurz darauf hin, dass wir Teilnehmer wunderbar verköstigt wurden – mit Frühstück, leckerem Mittagessen, am Abend mit Burgern, Bier, Cocktails und allem, was man brauchte. Ich habe das sehr genossen. (Immerhin musste ich an den Tagen nicht selbst kochen.) Der Kaffee war gut, die Gespräche bei den Mahlzeiten inspirierend und die Atmosphäre einfach nur schön.

(Der Snap´n´Walk, den wir am zweiten Tag unternommen haben, war – im wahrsten Sinne des Wortes – erfrischend.) 

Jede Session hat etwas zu bieten

Damit wären wir schon beim wichtigsten Punkt: Die Sessions waren so interessant, dass ich von einer zur nächsten eilte und bis auf die Mittagspause kaum Zeit für längere Gespräche fand. Bestimmt habe ich einige spannende Themen verpasst, weil ich mich immer zwischen zwei oder drei Sessions entscheiden musste, die parallel stattfanden. Hinzu kommt, dass ich während meiner beiden Sessions natürlich nicht zeitgleich woanders sein konnte. Daher entschied ich mich a) für Themen, die mir zwar nicht fremd waren, über die ich aber unbedingt mehr wissen wollte (u.a. Pinterest und Storytelling) und b) Themen, mit denen ich mich noch nicht nennenswert befasst hatte – wie zum Beispiel Cardboard und Snapchat. Gerne hätte ich auch Roboterjournalismus, 4D-Druck, die Comedy-Session und viele weitere Vorträge besucht, aber vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal. Oder man sieht und unterhält sich auch mal so? Jedenfalls haben mich alle Sessions an Wissen bereichert. Denn jede(r) hatte Ahnung vom eigenen Thema und gab das mit Leidenschaft weiter. Ein tolles Erlebnis!!

Schaut über Euren Tellerrand – geht zu BarCamps

Glücklicherweise können viele der BarCamp-Teilnehmer exzellent fotografieren. Unter #bcko16 findet Ihr die vielen(!) Tweets zur Veranstaltung, sowie Links zu Fotogalerien. Auch haben bereits andere Blogger über dieses Event geschrieben – die entsprechenden Links setze ich ans Ende meines Textes. Schaut Euch alles an, lest und macht auch mal bei einem BarCamp mit. Ihr müsst keine Session halten, aber ich empfehle es Euch. Das war mein erstes Mal auf einer Unkonferenz, und dennoch habe ich einen Vortrag gehalten. Was einigen als Größenwahn vorkommen mag, halten andere für großartig und mutig. Beides stimmt. Vermutlich. Doch was kann Euch denn schon passieren? Vielleicht kommen nur wenige zur Session, weil sich nicht viele für Euer Thema interessieren. Möglicherweise bekommt ihr ein großes Publikum, aber nicht alle stimmen Euren Thesen zu. Na und? Ihr seid die Experten für Euren Vortrag und könnt ihn gestalten wie Ihr wollt. Abgesehen davon, erweisen sich Meinungsunterschiede nicht selten als Fortschritt – weil man plötzlich aus einer neuen Perspektive auf etwas gut Bekanntes blicken muss. Ich hatte auch keine Ahnung, was mich erwarten würde, bekam aber sehr positives Feedback (und werde aufgrund der Nachfragen meine Folien online bereitstellen).

Solche Erfahrungen tun gut und man entwickelt sich weiter. Außerdem ergeben sich bei derartigen Treffen neue Ideen. Von Gesprächen mit den Anwesenden angeregt, führten Stephan Mahlow und ich am zweiten Tag des BarCamps eine Gesprächsrunde mit Unternehmern, Bloggern & Co aus der Region, die etwas für die Vernetzung dieser Region tun möchten. Es wird sich noch zeigen, wohin uns der Austausch führen wird, aber ich bin ganz zuversichtlich.

Fazit: Das BarCamp Koblenz rockt!!

Meinungen anderer Teilnehmer:

P.S.: #bcko16 stand bei Twitter zeitweise sogar auf Platz eins.

 

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11 Gedanken zu “Mein erstes BarCamp: #bcko16

  1. Dem kann ich mich nur anschließen, sehr treffend ist die angenehme, menschliche Atmosphäre beschrieben. Die besuchten Sessions waren klasse, leider aber auch viele spannende verpasst. Wenn es einen Stammtisch gibt, bitte einmal Info über #bcko16. Danke!

  2. Hi Alexandra, kann mich Claudia nur anschließen. Treffend beschrieben und unterhaltsam und verständlich geschrieben.Und Deine Session war für mich eine der Höhepunkte. Weil nicht erwartet inmitten von Nerds und Hackern, weil sie den Blick auf das Wesentliche lenkte und noch einmal erdete!

  3. Es ist richtig schön, dass wir uns jetzt persönlich kennen! Zuvor fande ich ja deine Artikel schon immer gut geschrieben, und dieser Artikel hier unterstreicht dies wieder! Liebe Grüße!

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