Berufswahl? Hauptsache glücklich.

Bewundert Ihr auch gerne, was Eure ehemaligen Schulkameradinnen und Kameraden inzwischen machen? Ich finde das faszinierend. Wir sind alle so unterschiedliche Wege gegangen, dass es wirklich spannend ist zu sehen, wer welchen Beruf ergriffen hat, wer ins Ausland gezogen ist oder gar an unserer ehemaligen Schule als Lehrer arbeitet. Ich habe fünf Schulen (in zwei Ländern) besucht und damit eine Menge sowohl herzliche als auch weniger nette Menschen kennengelernt.

Wenn man genauer hinschaut, ergeben sich daraus manchmal ganz lustige Geschichten. Zum Beispiel sitzen einige meiner alten Mitschüler*innen, die besonders gerne Beamtenwitze erzählten, inzwischen selbst hinter den Schreibtischen beim Amt. Mein Klassenkamerad, der sich beklagte, weil er nie von unserem (beliebten) Philosophielehrer ausgewählt wurde, um eine Unterrichtsstunde zu halten, ist inzwischen selbst Lehrer. Er ist allerdings nicht der Einzige. Den Lehrerberuf haben erstaunlich viele ergriffen. Weiterer Fun Fact: Ein Mitschüler, der nach seinem geisteswissenschaftlichen Studium keine Arbeitsstelle finden konnte, berät jetzt Arbeitslose und hilft ihnen, eine Stelle zu finden. Auch schön zu sehen ist, dass manche tatsächlich den Job ausüben, den sie sich schon im 5. Schuljahr als Ziel gesetzt hatten.

Neben Juristen, ITlern und anderen Berufsgruppen, gehen einige sogar mehreren Jobs parallel nach. Typisch neue Berufswelt. Ein Teil der Leute von früher ist in der Wirtschaft oder Wissenschaft tätig und bereist die Welt. Andere haben einen ganz anderen Weg gewählt und sind in den Bereichen Kunst und Medien aktiv. Schauspielerin, Kameramann.. Ich liebe es, mir ihre Werke anzusehen oder sie in Aktion zu erleben und zu wissen: Mit ihm/ihr bin ich mal zur Schule gegangen. Wenn ich eine alte Freundin als Schauspielerin im TV sehe oder einen Kommilitonen in einer Gameshow wiedererkenne und ihm die Daumen drücke, ist das vergleichbar mit einem Sieg bei der Fußball-EM. Vielleicht liegt es daran, dass wir nicht in Berlin – wo inzwischen viele von uns leben – die Schulbank gedrückt haben, sondern in einer deutlich weniger bekannten, aber viel schöneren Stadt: Koblenz. Dann denke ich nämlich: Schaut her, Koblenzer haben was drauf!

Umso mehr freue ich mich, dass mein alter Schulkamerad Axel einen Film über die wunderschöne Stadt an zwei Flüssen gemacht hat. Der fröhliche Kerl hat eine Firma auf die Beine gestellt, die sich mit ihren Filmen einen Namen gemacht hat: NANDOO.

Das Video ist von 2015, aber es kam mir jetzt wieder in den Sinn, weil ich kürzlich das Making Of davon gesehen habe. Während also viele von uns nicht mehr in Koblenz, sondern in deutschen und ausländischen Metropolen leben, können wir uns in den sozialen Netzwerken miteinander austauschen und uns gemeinsam zum Beispiel dieses Video anschauen. Das empfinde ich als sehr schön.

Und wie seht Ihr das? Habt Ihr noch Kontakt zu Leuten, mit denen Ihr die Schulbank gedrückt habt?

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s