Schmierzettel: Von Worten und Gedanken

Achtung, Gedicht!Manchmal kostet Bloggen Überwindung. Diesmal ist es der Fall. Es ist mein erster Beitrag in der Kategorie „Schmierzettel“, also ein Text, den ich kürzlich in mein Notizbuch gekritzelt habe. Einfach so und zwischendurch – nach einem Glas Rotwein. Vielleicht waren es auch zwei. Ich hoffe, man erkennt beim Lesen eine Melodie.

 

Von Worten und Gedanken

 

Immer wenn ich Rotwein trinke,

fang´ ich an zu dichten.

Selten sind die Texte gut,

doch lustige Geschichten.

 

Worte schwirrn durch mein Hirn,

setzen mich Schachmatt.

Ich muss sie nur etwas entwirrn,

schreiben auf ein Blatt.

 

Gedanken kommen, sprechen.

Erstaunen mich gar sehr.

Sind´s doch die heiklen, frechen.

Ich möchte sogar mehr.

 

Tagsüber noch so leise

unhörbar selbst für mich.

Am Abend ziemlich weise

bewegen sie dann sich.

 

Immer wenn ich Rotwein trinke,

fang´ ich an zu dichten.

Selten sind die Texte gut,

doch lustige Geschichten.

 

Die Worte kommen aus mir raus.

Kann sie nicht drinnen lassen.

Erwarte kein Applaus, Applaus.

Worte kann man nicht fassen.

 

Chao, Chaos, Chaos im Kopf.

Doch hör ich besser zu,

Es ist als drückt´ ich auf ´nen Knopf:

Sätze erklingen im Nu.

 

Ich bin so gut

und du so schlecht.

Die Welt ist wunderbar gerecht.

 

Stop! Gedankenfehler.

Kennt wohl jeder Wähler.

 

Du bist so gut

und ich so schlecht.

Die Welt ist zum Glück ungerecht.

 

Immer wenn ich Rotwein trinke,

fang´ ich an zu dichten.

Selten sind die Texte gut,

doch lustige Geschichten.

 

Nicht im Sonnett erklingen sie.

Lassen sich nicht lenken.

Ohne ´s Korsett, doch wie? Doch wie?

Einfach nur denken, denken.

 

Der Mensch ist so dumm

und auch wieder nicht.

Kommt er viel rum,

ändert´s die Sicht.

 

Gedanken kommen, Ideen gehen.

Reales macht uns Sorgen.

Brauch´ keinen Rotwein, um sie zu sehen.

Man denke nur an morgen.

 

Immer wenn ich Rotwein trinke,

fang´ ich an zu dichten.

Selten sind die Texte gut,

doch lustige Geschichten.

 

Und dann, und dann

hör´ ich Me-lo-die-en,

die sich, die sich

di-i-ie sich zie-hen.

 

Worte tanzen, bie-gen.

Sätze Schwünge krie-gen.

Ich bewege mich

– mit.

 

Voller Rhythmus im Takt sich re-gen.

Gedanken können be-we-gen.

Worte im Kopf samt Me-lo-die.

Das glaubt Ihr mir – nie.

 

Immer wenn ich Rotwein trinke,

fang´ ich an zu dichten.

Selten sind die Texte gut,

doch lustige Geschichten.

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