Zu Besuch in der Tuchfabrik Müller

Eine Stofffabrik als Museum, in dem noch produziert wird? Wo alles noch haargenau so aussieht wie 1961? Ja, das gibt es – in der Tuchfabrik Müller in Euskirchen. 20141207_142247 „Wenn es Ihnen bei uns gefallen hat, dann würden wir uns freuen, wenn Sie Ihren Freunden und Bekannten von diesem Museum erzählen würden. Wir sind nämlich nicht besonders bekannt“, sprach die herzliche Frau, die uns durch die Fabrik geführt hatte. Ich nickte. Meine Begeisterung war so groß, dass ich ohnehin zwischendurch fotografiert und getwittert hatte sowie bereits einen Blogbeitrag plante. Unglaublich, dass  dieses großartige Museum vergleichsweise unbekannt war. Daran möchte ich – nach Möglichkeit – etwas ändern und teile daher gerne einige Impressionen mit Euch.

Hier wird Familienfreundlichkeit großgeschrieben

Die Führungen durch die alte Fabrik sind bewundernswert kinderfreundlich.
Die Führungen durch die alte Fabrik sind bewundernswert kinderfreundlich.

Als die freundliche Museumsmitarbeiterin auf uns zukam, fiel mir sofort der Korb in ihrer Hand auf, in dem zwischen zahlreichen Utensilien eine Stoffmaus saß. Schon seltsam, wie groß die Wirkung solcher „Kleinigkeiten“ wie eines ansprechend gefüllten Korbes sein kann. Es verändert beispielsweise die Atmosphäre von fremd zu heimelig.

Als sei man mitten in einer Sachgeschichte aus der Sendung mit der Maus

Raum für Raum erfuhren wir, was sich alles im Korb befand: Schafwolle, spezielle Bürsten, Spulen … Unsere Kinder durften alles anfassen und unzählige Fragen stellen. In jedem Raum stand ein Mitarbeiter, der die Maschinen extra für uns einschaltete und diese gemeinsam mit seiner Kollegin erklärte. Ich staunte über das große Interesse meiner Kinder, die wirklich zu allem Fragen hatten. Je mehr sie wissen wollten, desto glücklicher wirkten die Fachleute. Sie hatten sichtlich Freude an ihrem Job und wir somit umso mehr Spaß, denn eine derart angenehme Atmosphäre muss man einfach genießen. Hier eine kleine Diashow:

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Auch das ehemalige Wohnhaus der Familie Müller ist sehenswert. Dort gewinnt man einen Eindruck vom Arbeitsleben und Miteinander zwischen den Angestellten und dem Chef.

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Zusätzlich zur Führung durch die Fabrik und einem Besuch des Wohnhauses, empfehle ich auch einen Blick in die jeweilige Ausstellung. Dort kann man nämlich unter anderem die Kleidung vergangener Zeiten und alte Werbeprospekte sehen.

Wer Geschichte und Qualität zu schätzen weiß, kann die hier produzierten Produkte direkt vor Ort kaufen.
Wer Geschichte und Qualität zu schätzen weiß, kann die hier produzierten Produkte direkt vor Ort kaufen.

Abschließend ist es möglich, Kuscheldecken, Tablet-Taschen und andere Produkte zu erwerben, die in der alten Tuchfabrik hergestellt wurden. Oder man setzt sich ins integrierte Café und genießt hausgebackenen Kuchen oder frisch gebackene Waffeln. Für einen (Familien-)Ausflug ist alles da, was man braucht: zuvorkommendes Personal, spannende Führung, interessante Ausstellung und etwas für den Gaumen. Wer sich vorab ein noch genaueren Bild vom Museum machen möchte, findet hier ein entsprechendes Video dazu.

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