Ein Sonntag im Wald

20141019_154604Welch glorreiche Idee! Du möchtest mit Deinen Sprösslingen eine kleine Wanderung durch den herbstlichen Wald unternehmen? An einem Sonntag? Prima. Denk nur nicht, Du seist alleine mit diesem Einfall.

Als Stadtmensch fühlt man sich bisweilen wie Indiana Jones – furchtlos und sportlich -, nur weil man kurz durch den Stadtwald geht. Du atmest die frische Luft tief in die Lungen ein, blickst gen Himmel, schreitest über buntes Laub und hältst Dich für einen Naturprofi.

Dumm nur, dass außer Dir ganz viele andere Naturkenner durch den Wald schlürfen. Einige Sportler düsen auf ihren Downhill Bikes an Dir vorbei, zwischendurch wirst Du von Leuten mit Nordic-Walking-Stöcken überholt und ab und an fährt ein Auto an Dir vorbei. Genauer: Wählst Du Pfade über Stock und Stein, begegnest Du den Radfahrern, gehst Du breite Wege, siehst Du die Walker und Autos. So ein Wald bietet für jeden etwas.

20141019_134651Als Kind durfte ich mal im Wald mein Taschengeld aufbessern. Wie? Indem ich Eicheln sammelte. Zusammen mit anderen Kindern und einigen Erwachsenen (mein Vater begleitete mich), liefen wir herum und sammelten um die Wette. Stundenlang. Wir hatten frische Luft, viel Bewegung, jede Menge Spaß – und wurden dafür auch noch bezahlt. Schnell füllten sich die Säcke mit Eicheln. Am Ende wurde jeder Sack auf eine Waage gestellt und wir kassierten unsere Entlohnung.

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Vielleicht habe ich damals zum ersten Mal gespürt, wie toll es sein kann in der Natur zu arbeiten. Diese angenehme Anstrengung… Denkern tut das gut. Es hat was von Meditation. Einfach mal das Gehirn (halbwegs) ausschalten und erholen lassen. Großartig.

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Allerdings ist damals außer uns weit und breit niemand im Wald gewesen. Egal. Mich stören andere Genießer keineswegs. Der Wald ist für alle offen.

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Damit kein Waldtourist verhungern oder verdursten muss, gibt es hier und da sogar Oasen: Restaurants. Seien wir ehrlich, da könnte selbst Indiana Jones nicht widerstehen. Warum auch? Einen Kaffee in Ehren …

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Nach einer Stunde sportlicher Betätigung, gönnte ich mir ein Stück frisch gebackenen Kuchen (mit Vanilleeis und Sahne). Ähm. Ich bin auch nur ein Mensch. Immerhin setzten wir danach die Wanderung fort. Wirklich. Außerdem war doch Sonntag – ein Genusstag also. Gilt das nicht als ungeschriebene Regel?

Jedenfalls nippte ich extra für Euch(!) ganze vier Mal am Stromberger Dunkelbier, das es nicht überall, wohl aber im Waldlokal um die Ecke gibt. Es schmeckt. Zumindest ist es interessant, es mal probiert zu haben. Jetzt wisst Ihr Bescheid.

Das Besondere an diesen Waldoasen ist, dass dort in der Regel auch Tiere gehalten werden. Kinder lieben das. Sie können hier nämlich nicht nur eine Rast einlegen, sondern sich in der Natur frei bewegen und Hühner, Ziegen, Enten sowie andere Hoftiere beobachten. Wandert man danach weiter durch den Wald und sammelt Tannenzapfen, Blätter oder sonstige Mitbringsel, ist der Tag ein gelungenes Abenteuer – vermutlich nicht nur für Stadtkinder.

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Auch Euch – Naturprofis – viel Spaß auf dem nächsten Trip!

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