Ballett-Tweetup im Theater Koblenz (#TweetupKO)

Ein Andenken. (Habe mein Namensschild auf die Postkarte geklebt.)
Ein Andenken. (Habe mein Namensschild auf die Postkarte geklebt.)

Am 10. September war es wieder so weit: Das Theater Koblenz lud zum Tweetup ein. Bereits im Januar diesen Jahres hatte ich dort an einem Tweetup teilgenommen und voller Begeisterung hier darüber berichtet. Dennoch sollte auch dieser Abend eine Premiere für mich werden, denn beim diesmaligen Thema handelte es sich um kein Schauspiel, sondern um eine Ballettproduktion. Genauer: Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ als Ballett. Die Theaterpädagogin, die wir im Laufe des Abends kennenlernten, sprach in dem Zusammenhang von „vertanzter Literatur“. Nach einer Begrüßungsrede des Intendanten Markus Dietze wurden wir Teilnehmer per Los in zwei Gruppen geteilt. Mir imponierte sehr, dass uns diesmal Räumlichkeiten gezeigt wurden, die beim Tweetup im Januar nicht zugänglich gewesen waren. Das Team des Theater Koblenz wollte uns neue Einblicke bieten und wir – da kann ich bestimmt für alle sprechen – waren begeistert.

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Der Weg durch die Theaterflure führte uns vom Altbau zum Neubau, so dass wir an einigen Stellen, die Übergänge zwischen den einzelnen Bauepochen gut erkennen konnten. Dietze verglich dabei das Theater mit einem Schloss. Sehr treffend, wie ich finde. Immerhin wurden auch Schlösser und Burgen immer wieder erweitert und umgebaut – was nicht selten architektonisch beeindruckend ist.

Ich kann derartige Führungen nur empfehlen, denn wann hat man schon die Möglichkeit, den Balletttänzern beim Aufwärmen zuzusehen? Oder einer Maskenbildnerin beim Anfertigen einer Echthaar-Perücke über die Finger zu schauen?

Theater-Selfie zwischen den Perücken.
Theater-Selfie zwischen den Perücken.

Ich habe an diesem Abend sehr viel gelernt. Jetzt weiß ich beispielsweise,  dass man 80 Arbeitsstunden benötigt, um eine Perücke zu knöpfen und dass dies etwa 70% der Arbeitszeit einer Maskenbildnerin einnimmt. Ebenso ist mir nun bekannt, dass der Boden im Ballettsaal freischwingend und somit schonend für die Gelenke ist. Außerdem ist der ganze Raum genauso groß wie die Bühne, damit die TänzerInnen sich in ihren Bewegungen frei fühlen und nicht später alles an die Bühnengröße anpassen müssen. Das ist für alle Beteiligten angenehmer und spart zudem Bühnenproben. Auch über Masken und Kostüme habe ich viel erfahren.

Hättet Ihr gedacht, dass Weihnachtsbäume auf der Bühne echt sein müssen? Künstliche Bäume wirken nämlich tatsächlich nicht echt. So lagert das Theater Koblenz bereits jetzt einen Weihnachtsbaum, weil dieser am 20. September zum Einsatz kommen wird. Das Highlight des Abends war für mich die Bühnenprobe von Ballett und Orchester. Es war mir ein Genuss, der Musik (vor allem dem Klavier) zu lauschen und den Tänzerinnen und Tänzern bei der Arbeit zuzusehen. Das werde ich ganz bestimmt niemals vergessen. Äußerst interessant war auch das Gespräch mit dem Ballettdirektor, der uns Frage und Antwort stand.

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Wer einen eigenen Eindruck von diesem Abend gewinnen möchte, dem empfehle ich diese schöne Zusammenstellung der Eindrücke aller Tweetup-Teilnehmer – mit noch mehr Fotos und Tweets. Und alle, die (verständlicherweise) auf den Geschmack gekommen sind und sich „Der Besuch der alten Dame“ gerne live und in voller Länge anschauen möchten, können hier die Tickets buchen.

 

P.S.: Ich werde für diesen Artikel nicht bezahlt. Meine Begeisterung ist echt. Wer es nicht glaubt, kann ja am nächsten Tweetup im Koblenzer Theater teilnehmen. Im Januar 2015 soll es ein Tweetup zu „Tosca“ geben.

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2 Gedanken zu “Ballett-Tweetup im Theater Koblenz (#TweetupKO)

  1. Ist ja echt erstaunlich, was da alles an Tweets zusammen gekommen ist. Ob man so etwas auch in einer Bibliothek machen könnte? Anlass könnte ein Tag der offenen Tür sein. Wäre interessant zu sehen, ob eine Bibliothek so viele Social-Media-affine Leute zusammenbringen könnte…

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