Ausflugsziel: Romanticum

Seit 2013 gibt es ein neues Museum in Koblenz, der wunderschönen Stadt an Rhein und Mosel. Romanticum heißt die interaktive Ausstellung, die sich im modernen Forum Confluentes befindet. Kürzlich war ich zum ersten Mal dort. Da der Online-Auftritt des Museums äußerst puristisch ist, wusste ich nicht, was mich dort erwarten würde. Umso begeisterter war ich vor Ort.

Forum Confluentes in Koblenz
Forum Confluentes in Koblenz

Eine Freundin hatte mir erzählt, ihren Kindern gefiele das Museum sehr. Sie seien bereits mehrfach dort gewesen. Ein prima Tipp für die Sommerferien, dachte ich und machte mich mit meiner Familie auf den Weg dorthin.

Eintrittskarten fürs Romanticum
Eintrittskarten fürs Romanticum

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Kaum dass man das auffällige Gebäude betritt und die Eintrittskarten in der Hand hält, fällt einem auf, dass es sich hierbei um kein gewöhnliches Museum handelt. Die Tickets erinnern an Kreditkarten und können weitaus mehr, als dem Besucher zum Eintritt zu verhelfen. Überall, wo es Sehenswertes und Wissen zum Anhören gibt, ist als kleines Zeichen ein Kompass zu sehen. Hält man seine Eintrittskarte an den Kompass und wartet bis dieser mehrfach geblinkt hat, werden alle Informationen auf der Karte gespeichert.

Zu Hause braucht man dann lediglich auf die Homepage des Romanticums zu gehen und den Code der eigenen Karte einzugeben, schon sind alle Daten, die man ausgewählt hat, abrufbar. Damit Ihr Euch das besser vorstellen könnt, hier ein kurzes Beispiel: Im Salon (siehe Foto unten) befindet sich ein „angerichteter“ Tisch. Hebt man die Speiseglocke, erscheint auf dem virtuellen Teller eine Speise aus der Region. Findet man diese lecker und hätte gerne das entsprechende Rezept, braucht man nur die Eintrittskarte auf das Kompass-Symbol, welches sich neben dem Teller befindet, zu halten – schon wird das Kochrezept abgespeichert. Daheim kann man es dann nachkochen. Deckt man den Teller wieder mit der Speiseglocke ab und hebt sie erneut, erscheint eine andere Spezialität.

Hier wird auch an die kleinen Besucher gedacht.
Hier wird auch an die kleinen Besucher gedacht.

Was ich ebenfalls für nennenswert halte, ist die erfreuliche Tatsache, dass man dort auch an kleinere Kinder gedacht hat. Diese erhalten beim Eintritt ein Blatt, auf dem Tiere zu sehen und leere Kästchen auszufüllen sind. In jedes Kästchen gehört ein bestimmter Buchstabe, den man irgendwo im Museum finden muss, um auf das Lösungswort zu kommen. Auf diese Weise schauen sich die Kinder jeden Raum ganz genau an. Sie suchen Katzen und Mäuse, die jeweils einen Buchstaben festhalten – und tragen diese in die Kästchen ein. Das bereitet ihnen viel Spaß. Größere Kinder und deren Eltern haben auf diese Weise etwas mehr Zeit zum Lesen und Anhören …

Salon auf dem Schiff.
Salon auf dem Schiff.

Falls es bisher noch nicht deutlich geworden ist: Das Romanticum ist ein Rheindampfer – oder so ähnlich. Jedenfalls sind die einzelnen Räume so aufgebaut und ausgestattet. Das ist nicht nur für Kinder spannend. Überall gibt es etwas zu entdecken. Selbst Erwachsene staunen über die schönen Ideen zur virtuellen Umsetzung, die Einrichtung, die herrlichen Bilder, Filmaufnahmen – und nicht zuletzt über die wissenswerten Informationen zur Geschichte vom Rhein, Wein, der Schifffahrt …

 

Mit Schatten und Tonaufnahmen werden ganze Szenen dargestellt.
Mit Schatten und Tonaufnahmen werden ganze Szenen dargestellt.

Setzt man sich auf das einladende Sofa oder einen der Sessel und drückt auf den Knopf an der Armlehne, werden einem interessante Geschichten erzählt. Angeboten wird die Sprachauswahl Deutsch/Englisch sowie eine induktive Höranlage und verstellbare Lautstärke.

Hier erfährt man eine Menge über Wein.
Hier erfährt man eine Menge über Wein.
Tonaufnahme! In diesem Raum kann man sich selbst beim Singen aufnehmen.
Tonaufnahme! In diesem Raum kann man sich selbst beim Singen aufnehmen.
Fotografiere eine Burg und du erfährst alles über sie.
Fotografiere eine Burg und du erfährst alles über sie.

Kinder sind auf jeden Fall beschäftigt. Sie dürfen auf einem Monitor eine Burg zusammenstellen, die dem entsprechend tatsächlich vor ihnen aufgebaut wird. Per Touchscreen können sie bestimmen, welche Farbe bzw. welches Muster die Burg erhalten und was sich darauf abspielen soll. Die Effekte werden sofort auf die Burg projiziert. Das hat meinen Kids großes Vergnügen bereitet.

Beim Spaziergang an Deck kann man nicht nur angeln …

An Deck ...

Ein Buch, das sich vor deinen Augen schreibt.
Ein Buch, das sich vor deinen Augen schreibt.

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Zum Abschluss kann man im Souveniershop schnuppern oder sich im Kulturcafé Leckereien genehmigen. Danach bietet es sich an, auch das Mittelrhein-Museum zu besuchen. Dieses befindet sich nämlich im gleichen Gebäude.

Kulturcafe

 

 

 

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