Herbstgefühle

IMG_6552Der Frühherbst weckt Sehnsüchte in uns – die Vorfreude auf bunte Landschaften, Kastanien, romantische Stunden bei Kerzenschein … Gerne schauen wir uns Bilder vom Indian Summer an und dekorieren unser Zuhause in herbstlichen Tönen. Gemütlichkeit pur. Andererseits wissen viele von uns, dass es bis zur Winterdepression nicht mehr lang ist. Was uns alle aktuell von den trüben Gedanken ablenken kann, ist eine Herbst-Aktion von Juli, der Bloggerin auf heimatPOTTential. Kürzlich rief sie zur Zelebration der aktuellen Jahreszeit auf. Man konnte Herbstbilder posten, bloggen und twittern. Wer so richtig in Herbststimmung kommen möchte, sollte sich hier die wunderschönen Fotos anschauen, die Juli schließlich ausgewählt hat. Ich danke ihr an dieser Stelle für die Inspiration.

Der Duft von Vermont

Wenn man im September morgens das Haus verlässt, riecht man den Unterschied. Ich liebe diese frühherbstliche Luft. Sie ist frischer als Sommerluft, aber nicht kalt. Das weckt in mir Erinnerungen. (li.: Lake Champlain; re.: Boston, 2001)

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Meine erste Reise in die USA fand im September statt und endete am Herbstanfang. Obwohl es sich also um den Spätsommer handelte, muss ich jedes Jahr im Herbst an die Wochen in Vermont denken. Das liegt an der Morgenluft. Sie versetzt mich dorthin zurück, sobald ich aus dem Haus trete und durchatme. Plötzlich bin ich in Burlington oder Boston. Das wirkt beruhigend. Es ist wie eine Fluchtmöglichkeit aus dem Alltagstrott heraus – Stress und Sorgen vergessend. Nur einen Augenblick lang. Kraftspendend. Dann ist der Alltag umso schöner, weil ich bewusster den Zauber in allem wahrnehme.

Herbstzauber

Wäre es nicht unglaublich schade, wenn uns einzig der Frühling romantisieren würde? Auch der Herbstanfang kann das. Die Zeit, wenn allmählich alles bunt um uns wird und wir zusammenrücken, ohne aneinander festzukleben. Frühstück bei Kerzenschein, Abende in gemütlicher Runde. Brettspiele, Kinobesuche, Theater-Genuss … Für Leute wie mich geht allmählich auch wieder der Backwahnsinn los – Kuchen, Brötchen und alles, was im Sommer gern mal beim Bäcker oder Konditor gekauft wird, weil man in der warmen Küche den Backofen nicht anwerfen mag. An die Stelle von Picknicken auf der Wiese treten jetzt gemütliche Abende drinnen. Ich mag beides.

Um sich an den warmen Herbstfarben zu erfreuen, muss man nicht nach Nordamerika reisen. Schöne Gegenden gibt es auch hier – zum Beispiel an der Mosel:

Moselberg

Mit dem Schiff auf der Mosel (Herbst 2012)

Herbst an der Mosel, 2012

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