#RZ_FB_Abend – Leser im Druckhaus

Am vergangenen Freitagabend durfte ich mit 14 weiteren Facebook-Freunden der Rhein-Zeitung zu Gast im neuen Druckhaus sein. Zum Glück, denn die Nachfrage war groß. Kaum hatte ich bei Twitter von dem Treffen erfahren, meldete ich mich per Facebook an und bereits zwei Minuten später galt die Veranstaltung als ausgebucht. Alles spontan und digital.

Die Zeitungen sind fertig

Das Treffen verlief in überraschend angenehmer und lockerer Atmosphäre mit lauter interessanten und humorvollen Menschen. Beinahe hätte ich vergessen, dass es sich dabei um keinen Plausch unter alten Freunden, sondern um eine Informationsveranstaltung handelte. Eine Tatsache, die zweifellos für die Professionalität unserer Gastgeber spricht. Chefredakteur Christian Lindner führte uns gemeinsam mit Digital-Chef Marcus Schwarze und Social-Media-Redakteur Lars Wienand durch den Abend. Unter dem passenden Hashtag #RZ_FB_Abend konnte das Treffen bei Twitter und Facebook ein wenig mitverfolgt werden.

An dieser Stelle könnte ich darauf hinweisen, dass die Rhein-Zeitung 1995 die erste regionale Zeitung war, die online ging und bereits seit 2009 in sozialen Netzwerken aktiv ist. Keine Frage, damit erfüllt sie eine Vorbildfunktion, doch all diese Daten lassen sich bei wikipedia nachlesen. Viel interessanter ist ein Blick in die Zukunft.

„Die digitale Entwicklung hat uns auf die Frage nach dem Kern unseres Tuns gebracht.“ (Lindner)

Der Chef

Der Chefredakteur und seine Mitarbeiter standen für Fragen offen und gewährten Einblicke in ihre Arbeit sowie die Zukunft der Rhein-Zeitung. Entscheidend seien die Inhalte, sagte der Chefredakteur und erläuterte, man nehme den Lesern nichts weg, wenn man zusätzlich zur Print-Ausgabe auch eine App anbiete und online in sozialen Netzwerken unterwegs sei. Die digitale Komponente diene der Informationsvertiefung, erklärte er weiter und wies darauf hin, dass sich beispielsweise Videos nicht drucken lassen. „Jeder Leser kann selbst entscheiden, ob er auf diese zusätzlichen Angebote zugreifen möchte oder nicht“, so Lindner weiter.

Mir gefiel auch sein Hinweis darauf, dass man sich online auf „Augenhöhe mit den Lesern“ bewege.

„Heute wird das Personal anders ausgewählt.“ (Schwarze)

Die drei Herren

Von Digital-Chef Marcus Schwarze (li., mit Kollege Lars Wienand) erfuhren wir Genaueres zum Wandel innerhalb der Online-Redaktion. So sei es für die heutigen Redakteure wichtig, sich mit Social Media auszukennen. Umgekehrt bedeutet es jedoch auch, dass Journalisten aufgrund der aktiven Mitwirkung der RZ-Redakteure auf die Rhein-Zeitung aufmerksam werden und sich um eine Stelle bewerben. Eine interessante Entwicklung, wie ich finde.

Uns internetaffinen Lesern sind die Vorteile des Netzes längst klar, dennoch stellte sich heraus, dass viele der Anwesenden großen Wert auf die gedruckte Ausgabe legen. „Das Haptische ist mir auch sehr wichtig“, verriet einer der Besucher. Umso interessierter schlenderten wir anschließend durch die Räumlichkeiten des Druckhauses. Vom Papierrollen-Keller, in dem sich Gabelstapler eigenständig durch den Raum bewegten, über den Drucksaal, in dem täglich 3 Tonnen Farbe verbraucht werden bis hin zu den fertigen Zeitungen, die über ein Band im Lieferfahrzeug verschwanden, durften wir uns alles ansehen. Wir fotografierten und filmten was uns unter die Linse kam. Dabei entstanden viele wunderbare Fotos sowie Videos und ich freue mich außerordentlich, dass ich Euch hier einige Bilder des Fotografen Olaf Pohling präsentieren darf, der ebenfalls zu den Gästen zählte.

Die meisten von uns

Im Papierrollen-Keller

Transport der Papierrolle

Es wird gedruckt

Da fliegen die Zeitungen

Von allen Räumlichkeiten hat mich am meisten der Raum beeindruckt, in dem die fertigen Zeitungen von einer schweizer „Achterbahn“ transportiert werden. Das letzte Bild zeigt diese Konstruktion und steht, in meinen Augen, auch für das Image der Rhein-Zeitung. So wie sich die Print-Ausgaben durch den Raum bewegen, um die Kurven biegen, ohne hinunterzufallen – so scheint auch die ganze RZ in Bewegung zu sein. Fest im Sattel, zielstrebig und zu neuen Wegen bereit. Wir dürfen gespannt sein.

Wer mehr über die Arbeit eines Social-Media-Redakteurs wissen möchte, sollte sich das folgende Video mit Lars Wienand anschauen.

Der #RZ_FB_Abend war nicht nur informativ, sondern eine rundum interessante Erfahrung für mich und ich kann derartige Treffen nur weiterempfehlen.

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