Spenden schwergemacht

Die letzten beiden Tage verbrachte ich mit dem Volkssport Ausmisten. Bis Samstag muss der Keller nahezu leergeräumt sein. Uff.

Nachdem der Sperrmüll abgeholt worden war, blieben vor allem Kinderkleidung und Geschirr übrig. Alles viel zu gut, um weggeworfen zu werden, aber enorm platzraubend.

Heute habe ich die gesamte Kinderkleidung nach Größen sortiert und das Wohnzimmer sah wie eine Boutique aus. Nur, dass ich absolut nicht zur Verkäuferin tauge – einer der Gründe, aus denen die Sachen im Keller gehortet wurden. Ich habe noch nie etwas auf dem Flohmarkt oder bei eBay verkauft – kann Leuten kein Geld abknöpfen. Schade, aber wahr.

Folglich stand ich vor dem Problem, dass ich Berge von Kleidungsstücken und kartonweise Geschirr wegschaffen musste, aber nicht wusste wie – zumindest nicht kurzfristig. Die Kleidung war größtenteils schnell aufgeteilt, dem Freundes- und Bekanntenkreis sei Dank. Auch das Rote Kreuz und Second-Hand-Läden freuen sich über derartige Spenden, daher wird man Kleidung relativ schnell los.

Dafür erwiesen sich Teller, Tassen etc. als umso problematischer. Von Telefonat zu Telefonat sah es zunehmend schlechter aus. Organisationen, die eigentlich an Sachspenden interessiert sind, wollten kein Geschirr und leider ist mir niemand bekannt, der demnächst einen Polterabend veranstaltet….

Kurz gesagt: Irgendwann ging mir das Licht auf und ich rief ein weiteres Mal bei der AWO an. Morgen kommen sie ohnehin die alten Kinderzimmermöbel holen und nehmen – entgegen der Meinung einiger Leute – sehr gerne auch die restliche Kleidung sowie das Geschirr mit.

Also, falls mal jemand vor einem ähnlichen Dilemma steht – einfach die AWO anrufen.

P.S.: Klar, ist es nicht einfach sich von einigen Dingen zu trennen. Dann tut es richtig gut, sich vorzustellen, wie sich andere Menschen über eben diese Sachen freuen werden.

Hier einige Adressen, an die man sich mit einer Spende wenden kann:

Caritas

Sozialdienst katholischer Frauen

Arbeiterwohlfahrt

Die Tafeln

 

Nachtrag am 18.12.1012:

Hier geht´s zur Wunschliste der Frauenhäuser – nach Postleitzahl sortiert: http://wunschzettel-der-frauenhaeuser.de/ 

Spenden kann man dort jederzeit, nicht nur vor Weihnachten.

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2 Gedanken zu “Spenden schwergemacht

  1. Aber gerne. 🙂 Wer auch immer gerne Sachen nimmt, sind die Frauenhäuser. Viele Frauen kommen nur mit dem Nötigsten dort an, und brauchen Kleidung, auch für die Kinder, und Babyspielzeug, Kinderwagen, alles Mögliche.

    Ich verkaufe meine Sachen übrigens auch nicht, wenn ich ausmiste, obwohl ich eine gute Verkäuferin bin und war (hatte mehrere Jobs in der Sparte). Da habe ich eine Hemmung – meine Sachen verschenke ich auch lieber an Menschen, bei denen sie gebraucht werden.

    Lieben Gruss, Christine

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