Zu dumm – man lacht und weiß nicht, warum

(Einleitung für die neue Rubrik „Witz der Woche“)

Zwei Eskimos auf dem Heimweg. Sagt der Eine: „Sieh mal, dein Iglu ist weg!“ Der Andere fasst sich an die Stirn. „Oh nein, ich hatte das Bügeleisen angelassen!“

Ein junger Bauer zum alten: „Sie arbeiten nach veralteten Methoden. Es würde mich wundern, wenn Sie von diesem Baum auch nur 10 kg Äpfel pflücken könnten.“ Darauf der Alte: „Das würde mich auch wundern, denn bisher sind es Birnen gewesen.“

Haben Sie jetzt gelacht? Ehrlich gesagt, ich schon, als ich diese Witze zum ersten Mal gehört habe. Normalerweise mache ich mir keine Gedanken über Witze, sondern lache lieber. Diesmal mache ich jedoch eine Ausnahme und hoffe, Sie ziehen mit.

Keine Frage, Humor erleichtert das Leben. Gehen wir zum Beispiel von Situationen aus, in denen wir uns ärgern. Nicht wir gemeinsam …. Sie wissen schon, was ich meine. Da steht man vor dem Parkscheinautomat und das Gerät nimmt weder Münzen noch Scheine an. Man erzählt etwas und das Gegenüber hört einem nicht zu. Man öffnet gestresst die Haustür, das Telefon klingelt und die Stimme in der Leitung möchte eine Umfrage durchführen. Sie wollen mehr? Kein Problem: Jemand macht Ihnen Vorhaltungen und gibt Ihnen Ratschläge zu einem Thema, wovon er/sie keine Ahnung hat, es jedoch Ihr Fachgebiet ist. Würden Sie dann nicht gerne mit etwas um sich werfen?

Im Fernsehen werfen Italienerinnen Topfpflanzen aus dem Fenster. Sie kennen den alten Werbespot? Mir tun bei diesem Anblick stets die Blumen leid – schließlich können diese doch nichts dafür! Vielleicht böte Geschirr eine gute Alternative. Leider käme es wohl nicht vorteilhaft rüber, wenn Sie während einer nervenraubenden Konferenz aufstehen und Ihre Kaffeetasse gegen die Wand schleudern würden. Zugegeben, einige Probleme wären Sie schlagartig los.

Eine Möglichkeit fällt mir da noch ein: Sandsack samt Boxhandschuhen. Auch auf diese Weise ließe sich Wut abreagieren. Leider hängt so ein Sandsack selten dort, wo man ihn braucht. Hm, was nun?

Die wohl empfehlenswerteste Lösung ist, den Ärger in Humor umzuwandeln. Ja, ich weiß. Dennoch müssen Sie zugeben, dass sich das gut anhört. Okay, wenn Sie sich zu Hause aufregen, können Sie auch die Wanne schrubben. Doch Hand aufs Herz – wenn Sie zwischen Schrubben und Lachen wählen dürften ….

Zugegeben, manchmal lassen sich die Dinge nicht humorvoll betrachten. Dazu wären übermenschliche Kräfte vonnöten und die inzwischen mancherorts etablierten „Lach-Gruppen“ sind auch mir unheimlich. Sollten Sie mal Leute sehen, die ohne Grund wie auf Knopfdruck (unecht) zu lachen beginnen, dann rate ich Ihnen: Beine unter die Arme und nichts wie weg! Ach, und wenn wir schon beim Thema Laufen sind – DAS ist auch eine Möglichkeit.

Dem Ernst des Lebens zum Trotz, gibt es da die wunderbare Tatsache, dass die besten Gags das Leben selbst schreibt. Wer hat sich nicht schon mal gefragt, ob er nicht zufällig bei „Versteckte Kamera“ (oder wie diese Sendung inzwischen heißen mag) gelandet sei? Ich gebe zu, dass ich häufig Sachen erlebe, die exzellenten Stoff für eine Sitcom bieten würden. Leider fragt mich bloß keiner. Sollte jemals ein Sitcom-Texter diesen Blogbeitrag lesen: Ich kenne die Lösung gegen Ihre Schreibblockade!

Geht man auf den Zusammenhang von Alltag (also Leben) und Witz ein, so wird schnell deutlich, dass wir insbesondere dann über einen Gag lachen, wenn wenigstens ein Spritzer Wahrheit – etwas, dass unseren Erfahrungen entspricht – darin erkennbar wird. Oder haben Sie nicht schon oft beim Lachen genickt?

Für alle, die mehr darüber wissen möchten, wie Witze funktionieren, könnte Karaseks neustes Buch interessant sein. Ich werde es mir demnächst in der Buchhandlung meines Vertrauens näher anschauen. Irgendwann werden wir also nicht nur lachen, sondern auch wissen, warum.

Wer mit einem Witz die Bühne betritt, sollte sie auch mit einem Witz wieder verlassen, daher:

Ein Mann geht am Strand spazieren und findet eine Lampe im Sand. Sofort beginnt er, an ihr zu rubbeln und ein Geist erscheint. „Ich schlafe erst seit 4000 Jahren und werde bereits zum vierten Mal geweckt! Das nervt, deshalb erfülle ich dir nur einen einzigen Wunsch.“ Der Mann überlegt und sagt: „Ich wollte schon immer mal nach Hawaii reisen, aber meine Flugangst hält mich davon ab. Bau eine Brücke, damit ich mit dem Auto hinfahren kann.“ Der Geist räuspert sich. „Das ist nicht machbar! Viel zu viele Kilometer und viel zu viele Stahlträger. Unmöglich!“ Der Mann überlegt wieder. „Ich bin drei Mal geschieden“, erzählt er dann. „Jede meiner Frauen warf mir vor, sie nicht zu verstehen und verließ mich schließlich. Bitte, lieber Geist, mach, dass ich die Frauen verstehe.“ Darauf der Geist: „Willst du die Brücke zwei- oder vierspurig?“

(Vogelbesitzer sollten an dieser Stelle aufhören zu lesen!)

Jan kommt mit einer Katze zur Nachbarin. „Frau Weber, ich habe Ihren Wellensittich gefunden!“ – „Aber Janchen“, antwortet die Frau. „Das ist doch eine Katze.“ Darauf der Junge: „Stimmt, und der Vogel ist drin.“

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