Eine Revue im Roman: Myra Çakan schießt uns zum Mond

Draußen wird es immer herbstlicher und nicht selten hört man Regentropfen gegen die Fensterscheiben klopfen. Was für den einen romantisch ist, kann beim anderen Trübsinn auslösen. Unabhängig davon, ob man unter der Verminderung an Sonnenstrahlen und Tageslicht leidet oder die herbstliche Luft und Natur genießt, kann man sich auch zu Hause eine schöne Zeit machen.

Sex, warmes Bad, Schokolade, Wein … – alles, was gute Laune macht, lässt sich mit einem Buch kombinieren. Gut, Ersteres wohl nur, wenn es sich bei dem Schmöker um das Kamasutra handelt, aber ansonsten gilt: eine gute Lektüre passt zum Herbst und Winter wie die Faust aufs Auge. Daher hier, wie versprochen, die nächste deutsche Schriftstellerin: Myra Çakan.

Die Schriftstellerin wurde in Hamburg geboren und studierte Schauspielerei und Musik. Inzwischen arbeitet sie als freischaffende Künstlerin und Autorin. Myra Çakan wird vor allem mit Cyberpunk in Verbindung gebracht, ist jedoch deutlich vielseitiger, sodass z.B. ihr aktuellstes Buch in die Rubrik Steampunk fällt. Es trägt den Titel „Dreimal Proxima Centauri und zurück“ und ist 2011 in der Edition Phantasia erschienen. Der Roman basiert auf dem Hörspiel „Schieß mich zum Mars, Liebling“, welches vom WDR produziert wurde und zeichnet sich vor allem durch amüsante und flotte Dialoge aus.

Ich habe gestern begonnen diese Lektüre zu lesen und habe sie bisher nicht zurück ins Regal verbannt. Das will was heißen, da ich normalerweise nichts lese, was eindeutig in die Sparten Science Fiction oder Fantasy passt.

Anders als bei mir, handelt es sich bei den Redakteuren des bekannten Steampunk-Blogs Clockworker um echte Kenner auf diesem Gebiet und sie schreiben begeistert, Çakans Roman vermische „eine Space-Opera (im wahrsten Sinne des Wortes) mit einer amerikanischen Screwball-Komödie der 30er Jahre, die von ihren skurrilen Charakteren lebt“*. Ein weiterer Fachmann, der Schriftsteller und Journalist Peter Glaser, bezeichnet das Buch als „Ganz großes Kino: Eine ebenso kosmische wie komische Kreuzfahrt quer durchs Weltall [….]“**.

Ich kann dem (noch) nicht viel hinzufügen, freue mich jedoch aufs Weiterlesen und das ist schon mal ein gutes Zeichen. Die Idee, eine Revue in eine Geschichte einzubauen, gefällt mir gut und ich bin gespannt, wie die Autorin das umgesetzt hat. Soviel sei verraten: Hierbei geht es um eine Reise mit einem Kreuzfahrtschiff, auf dem – aus traditionellen Gründen – eine Revue (die den vom WDR gebrauchten Titel trägt) vorgetragen werden soll. Dabei geht natürlich ordentlich was schief.

Da mir dieses Buch von Science Fiction- und Fantasy-Lesern empfohlen wurde, gebe ich den Tipp gerne weiter.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und schlage selbst die nächste Seite auf.

Bild

* siehe: http://clockworker.de/cw/2012/03/03/dreimal-proxima-centauri-und-zuruck-myra-cakan/

** siehe Klappentext.

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